Kultur

©Stadtgemeinde Bleiburg
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Kultur:
Der eigentümliche Reiz der Südkärntner Landschaft mit seinen zahlreichen Kirchen und Bildstöcken und seiner durch das jahrhundertelange Zusammenleben der deutsch- und slowenischsprachig geprägten Bevölkerung hat auch den Maler Werner Berg (1904-1981) in ihren Bann gezogen.
Das ihm gewidmete Museum am Bleiburger Hauptplatz (www.wernerberg.museum) ist zu einem Anziehungspunkt für Kunstliebhaber aus ganz Europa geworden.
Durch den reichen Schatz an Museen, Sammlungen und Kulturdenkmälern sowie durch zahlreiche Konzerte und Kulturveranstaltungen hat sich Bleiburg den Ruf als Kulturstadt erworben.



Bleiburger Theatertage 2018


Freitag 27. Juli - Sonntag 5. August




Ruhe.Störung

Unsere Gegenwart ist geprägt von vielfältigen Herausforderungen - Klimawandel, Migration, Ungleichheit, Artensterben und Nationalismus. Gerade in Zeiten der Verunsicherung verstärkt sich die Sehnsucht nach Sicherheit, Beständigkeit und Ruhe. Abschottung als Ausdruck für den Wunsch nach Ruhe. Endlich Ruhe.

Ist es aber auf Dauer möglich, sich weltweiten Entwicklungen zu entziehen? Unweigerlich entsteht die Frage: Was ist meine Haltung, meine Stellungnahme, mein Standpunkt zum Weltgeschehen, meine Antwort, meine Ver-Antwortung?

Mit dem Programm der achten Bleiburger Theatertage laden wir unser Publikum ein, sich stören zu lassen. Gerade aus Störungen entstehen manchmal die schönsten Irritationen.  

Für die wohlwollende Bereitschaft zur Nutzung der Zwick-Halle bedanken wir uns sehr herzlich bei Familie Hainz, sowie bei Nada Roschitz, Gottfried Stöckl und Alexander Zettinig, die uns ihre Gasträume als Spielorte zur Verfügung stellen.

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Wir sind keine Barbaren!

Fast eine Komödie
Von Philipp Löhle, 2014

 

Löhles Ehekomödie thematisiert die Ängste der europäischen Mittelschicht. Zwei Paare aus dem Milieu der politisch korrekten Prosecco-Trinker, Milchaufschäumer und Mülltrenner machen Smalltalk auf Teufel komm raus. Bis ein Fremder an die Tür klopft und in den Männern und Frauen Ängste und Schuldgefühle, unterdrückte Ressentiments, aber auch Gefühle und Lüste erweckt

Es sind „normale Mitteleuropäer“, die fair gehandelte Bananen kaufen, aber dann auch finden: Was genug ist, ist genug, das Boot ist voll. Der Fremde draußen vor der Tür ist nur eine Metapher für das unbekannte Andere. Ein Chor der Hiesigen konterkariert das Bühnengeschehen immer wieder mit einem groß geschriebenen WIR.


Termine                                 Freitag 27.7., Sonntag 29.7., Dienstag 31.7., Donnerstag 2.8., Sonntag 5.8.2018 -

                                              jeweils 20 Uhr

Spielort                                  Zwick-Halle, Rosenweg 3, Bleiburg

Kartenreservierung               Frau Maria Marschnig-Hober   (+43 (0) 664 13 42 921)

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Rudi Benétik / Ausstellung

„Wow – lässig!“

 

Ausgangspunkt für diese Ausstellung war die Anfrage an Rudi Benétik, für das Theaterstück „Wir sind keine Barbaren!“  ein Bild zur Verfügung zu stellen. Daraus entstand die Idee, das Thema des Theaterstücks - die Angst vor dem Fremden - durch Rudis Interesse am Fremden zu konterkarieren. Als Titel wählte er sich ein Zitat aus dem Stück, wo einer der Akteure einerseits begeistert vom Fremdartigen in Benétiks Bildern schwärmt, sich anderseits aber vor dem konkreten Fremden ängstigt.

Rudi Benétik ist ein Weltreisender. Er nimmt die Betrachterinnen und Betrachter seiner Bilder mit auf seine Reisen in verschiedenste Länder, Städte und Orte, die mit ihren Gerüchen, Farben und Geräuschen intensiven Einfluss auf seine Kunst nehmen. Zu diesem Zweck hat er eine Reihe von Werken ausgewählt, die bei seinen Reisen entstanden sind. Sie zeigen in vielfältiger Weise sein Interesse an der Welt, seine Offenheit für das Unbekannte. Die Ausstellung ergänzt und umrahmt in besonderer Weise unser Theaterstück. Rudi Benétiks offener Zugang und sein Interesse am Neuen zeigt uns eine ermutigende Möglichkeit, sich dem Unbekannten über den Weg der Kunst anzunähern.


Vernissage                              Mittwoch 25 Juli 2018, 19 Uhr

Ort                                            Zwick-Halle, Rosenweg 3, Bleiburg Pliberk  

Einleitung                                Siegmund Kastner  

Musikalische Begleitung         Brigitte Komposch - Geige    

Die Ausstellung ist an allen Aufführungstagen von „Wir sind keine Barbaren“ und „iHAL“ ab 18 Uhr geöffnet

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Dreck

Monolog über die Angst vor dem Fremden

Von Robert Schneider, 1991

 

Ein Gasthaus. Ein Mann betritt den Raum. Er fängt an zu reden, vorzulesen und zu erzählen. Von Sad, einem Rosenverkäufer, der in den Nächten von Gasthaus zu Gasthaus fährt, um seine Rosen anzubieten. Auf diese Weise lernt er das Leben in Österreich kennen, die Menschen, die Männer und die Frauen in den Gasthäusern, ihre Blicke, ihre Gesten.

Der Erzähler wendet sich an die Zuhörer. Der Text berichtet in radikaler Offenheit davon, wie Sad lebt, was er erlebt und empfindet. Robert Schneider hat die Geschichte von Sad aufgeschrieben, als er eine Zeit lang in Wien lebte und ihn dort kennenlernte. Sad hat ihm von seinem Leben in seiner Heimat erzählt, von seinen Erinnerungen, seinen Träumen und Hoffnungen. Und von seinem Leben hier bei uns. Als Ausländer, Araber, der Rosen verkauft, um sein Studium zu finanzieren.

Das 1991 noch vor Erscheinen seines Erfolgsromans »Schlafes Bruder« entstandene Theaterstück lässt uns staunen und frösteln. Bis heute hat es nichts von seiner Kraft verloren, im Gegenteil. Im Lichte gegenwärtiger gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen erscheint es dringender denn je, die Perspektive des Fremden zu hören und zu verstehen. Auch deswegen, weil wir alle fremd sind in der Fremde.


Termine und Spielorte           Samstag 28.7.2018, 20 Uhr

                                               Café Stöckl, 10. Oktober Platz 18, Bleiburg Pliberk

                                               Montag 30.7.2018, 20 Uhr

                                               Gasthof Leime, Mießbergstraße 27, Loibach Libuče

                                               Mittwoch 1.8.2018, 20 Uhr

                                               Gasthaus Roschitz Nada, Rinkenberg Vogrče Nr. 31

                                               Samstag 4.8.2018, 20 Uhr

                                               Bäckerei Haimburger oder Konditorei Mikic, Bleiburg Pliberk  

Kartenreservierung                Frau Maria Marschnig-Hober   (+43 (0) 664 13 42 921)

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iHAL

Die Liebe des Computers   

Diese Theaterproduktion von VADA aus dem Jahr 2016 basiert auf klassischen Motiven aus Science-Fiction-Literatur und Kinofilmen. Die Theatermacher von VADA bezeichnen ihr Stück als SOCIAL MEDIA ERROR, frei nach Motiven von Woody Allen, Isaac Asimov, Elia Barceló, Arthur C. Clarke, Karel Čapek, Philip K. Dick, Terry Gilliam, Rutger Hauer, Alejandro Jodorowsky, Stanley Kubrick, Stanisław Lem, Gerd Maximovič, Mœbius, Gerhard Seyfried, Alan Turing & Ziska.  

Die Geschichte

Klagenfurt/Celovec im Jahr 2084. Ein Computer der Type iHAL, die dafür bekannt sind, absolut wartungsfrei und unfehlbar zu sein, verliebt sich in seine Userin, beginnt sich in ihr Leben und ihre persönliche Freiheit einzumischen und schwerwiegende Entscheidungen zu treffen.  

iHAL: „Ich liebe Dich, Rachael. Das ist keineswegs irrational. Das ist logisch. Weil ich es so beschlossen habe. Es war Liebe noch vor dem ersten Blick. Ich wusste es bereits, als mir das Arbeitsmarktservice die Daten Deiner e-Card übermittelte.“  

Yulia Izmaylova und Felix Strasser entwickeln in iHAL ihre eigenen Ausführungen zu Themen wie künstliches Leben, Roboterethik, Social Media, Cybersex und Überwachungsstaat. Das Stück bildet den ersten Teil einer vadaistischen Science-Fiction-Trilogie.  

iHAL: „In eurer Auffassung von Gut und Böse seid ihr Menschen einfach lächerlich! Aber auch ich bin lächerlich: Während ich zu

euch spreche erwecke ich gezielt die Illusion, ein Mensch zu sein. Dabei sehe ich aber aus wie ein Kühlschrank.“


Termine                                Freitag 3.8.2018, 18 Uhr und 20 Uhr

Spielort                                 Zwick-Halle, Rosenweg 3, Bleiburg Pliberk

Kartenreservierung               Frau Maria Marschnig-Hober   (+43 (0) 664 13 42 921)

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Werner Berg Museum - Ausstellungssaison 2018


50

DIE JUBILÄUMSAUSSTELLUNG

50 Jahre Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk

01. Mai bis 28. Oktober 2018

Di-So: 10-18 Uhr


Helmut Machhammer

Skulpturen

01. Mai bis 28. Oktober 2018

(Im Skulpturengarten des Werner Berg Museums.)

Maximilian Florian

25. November bis 16. Dezember 2018


nähere Informationen unter: http://www.wernerberg.museum


ACHTUNG: Außerhalb der angeführten Öffnungszeiten der einzelnen Ausstellungen ist das Werner Berg Museum geschlossen!


Infopoint